Ganztags- Grundschulen

Das Online-Team war zu fest beim Sozialpräventiven Netzwerk, eine Gruppe von Lehrern, Erziehern und Sozialarbeitern aus dem Ostenstadtteil. Seit 8 Jahren trifft sich das Netzwerk unter der Moderation um Herrman Huerkamp, dem Leiter des Stadtteilbüros. Es werden immer aktuelle, spannende Themen angesprochen.

In dieser Gesprächsrunde ging es um die Einführung der offenen Ganztagsgrundschulen. Reinhard Böhm von der Freiligrathschule stellte sein Konzept der Ganztagsgrundschule vor. Den Schüler/innen soll bei den Hausaufgaben effektiv geholfen werden, darüber hinaus werden Hilfestellungen bei der Sprachförderung geboten. Die Schulen bieten den Kindern ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm für die Nachmittagszeit. Die Angebote sind sportliche Aktivitäten, Sprachförderung, Musik, Computerkurse und andere Arbeitsgemeinschaften. Darüber hinaus ist eine Musikschule geplant, in dem Schüler/innen unter fachkundiger Anleitung Musikinstrumente zu spielen lernen. Der pro Kopf Anteil der Kinder, liegt hier bei 7€, das macht im Jahr 150€ pro Kind. Diese zusätzlichen Kosten entstehen durch die in den speziellen Bereichen dafür ausgebildeten Fachkräfte, die den Nachmittagsunterricht zusammen mit den Schüler/innen gestalten. Der Bedarf der Kinder soll im Vordergrund stehen. Die Eltern müssen ihre Kinder für die Ganztagsgrundschulen verbindlich bei der Stadt Ahlen anmelden. Hier bei wird eine Gebühr von 29.50€ zuzüglich 2€ pro Tag für das Mittagsessen fällig. Es ist sehr wichtig, das den Schüler/innen bei ein Tag von mehr als acht Schulstunden, ein gesundes und ausgewogenes Mittagessen zur Verfügung steht. „Hierzu wurde eigens eine Küche eingerichtet und geschultes Küchenpersonal eingestellt“, so Reinhard Böhm. Dieses „Ritual“ soll eine Art Gemeinschafterlebnis darstellen, zudem wird den Kindern gezeigt, wie sie sich bei Tisch zu verhalten haben. Die Aufsicht für den Essensraum führt eine Sozialarbeiterin. Anfangs rannten die Kinder wild umher und aßen ihr Essen sehr schnell, aber nach den Herbstferien haben sich die Kinder eingelebt und gut orientiert. Sie haben jetzt auch die Zeit „in Ruhe“ ihr Essen zu genießen. Wir sollten vielleicht an dieser Stelle mitteilen, dass nicht alle Schüler/innen das Essen in der Schule, aus welchen Gründen auch immer, beziehen. Diese Kinder lassen sich von ihren Eltern mit einem Lunchparket oder einer warmen Mahlzeit versorgen.

Die Ganztagsgrundschulen wollen keine Konkurrenz zu den bereits vorhandenen Jungendeinrichtungen (Jugendzentrum Ost, Juk-Haus) darstellen. Dennoch besteht eine kleine Gefahr, dass die Jugendarbeiter mit einer geringeren Anzahl von Kindern rechnen müssen. Künftig sind weitere Ganztagsgrundschulen in Ahlen an der Marienschule und im Kreis in Oelde, Ennigerloh und Sendenhorst geplant.

Online Team