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Informatik und Robotik mal anders!

05.02.2020 12:49 Alter: 15 Tag(e)

Von: (ch)




Am Montag stellte der Vorsitzende Reinhardt Böhm von dem PhänomexX e. V. die neue Lernlandschaft in ihren Räumen auf der Zeche Westfalen vor. PhänomexX ist ein außerschulisches Schülerlabor, in dem der naturwissenschaftliche Unterricht beispielhaft gefördert und das schulische Lernen ergänzt wird. Ziel des Vereins ist die Qualitätssicherung der PhänomexX-Arbeit in Ahlen und an den Standorten Bocholt, Billerbeck, Emsdetten und Ibbenbüren und seit März 2019 in Kooperation mit dem Netzwerk MINT REgio in Recklinghausen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden gab dieser einen Rückblick von dem Jahr 2019. 3600 Schülerinnen und Schüler hatten 2019 zu dem Thema "Schätzen&Messen" viel dazugelernt. Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse Münsterland Ost wurden und werden auch weiterhin Busfahrten organisiert.

Zu der neuen PhänomexX-Ausstellung, die am 17. Februar startet, haben sich schon 75 Klassen aus Ahlen, Münster und dem Kreis Warendorf angemeldet. Hinzu kommen Fortbildungstermine für mehr als 60 Lehrkräfte. Wenn man einen Rundgang durch die Lernlandschaft startet, merkt der Besucher sofort, dass hier ganz viel gute Arbeit geleistet wurde. Allein die Vorbereitung der 36 Stationen in 4 Bereichen ist eine großartige Leistung. Da hat das Team mit Jürgen Baron, Werner Roll, Karl-Heinz Siehoff und Reinhard Böhm um Anna Weber als didaktische Leiterin ganze Arbeit geleistet und bringen das Thema den Neun- bis Zwölfjährigen spielerisch bei. Jeder Schüler bekommt zum Anfang ein Übungsheft und kann dann unter Anleitung der Lehrer alles Wissenswerte rund um den Computer und die Robotik erlernen. Sie erkunden informatische Denkweisen, Algorithmen und grundlegende Zusammenhänge mit und ohne Datenverarbeitungsmaschinen. „Angefangen hat alles mit Gottfried Wilhelm Leibniz, der im 18. Jahrhundert mit der Erklärung des Binärsystems den Grundstein gelegt hat“, sagte Anna Weber. Allen Computern sei dieses auf eins und null basierende System zu eigen: „Die Maschinen verstehen nur diese Sprache.“

„Nicht alle 36 Stationen können in der vorgegebenen Zeit von drei Stunden erarbeitet werden, das hängt wesentlich von der schulischen Vorbereitung der interaktiven Ausstellung und dem Alter der Schüler ab“, betonte Reinhard Böhm. Vieles gibt es zu erkunden, so zum Beispiel einen Wandteppich, der die Wechselwirkung der Pixel dokumentieren soll. An einer anderen Station sitzen kleine Bärchen in nummerierten Stühlen. Wieder woanders beantwortet ein Holzcomputer Fragekärtchen durch einen Eingabe- und Ausgabeschlitz. Auch erste Erfahrungen mit dem Programmieren, kindgerechten Roboter-Systemen, Datenübertragung sowie das Zusammenspiel von Hard- und Software sind spannende Erfahrungen für die Jugendlichen. Zum Abschluss bedankte sich der Vorsitzende Reinhard Böhm bei Roland Klein von der Sparkasse Münsterland Ost für die nicht unerhebliche Fahrkostenübernahme.





                                                  





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