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„Barrierefrei“ Problemzonen im Ahlener Ostenstadtteil

30.10.2019 12:48 Alter: 23 Tag(e)

Von: (ch)




Am Montag punkt 18 Uhr begrüßte Bürgermeister Dr. Alexander Berger die
Anwesenden im Glückaufheim. Berger erklärte, dass es sich hierbei um eine
große Arbeitsgemeinschaft handelt, die sich aus Bürgerinnen und Bürger sowie
Vertreter der Polizei, dem Stadtteilbüro und der Stadtverwaltung dem Behind-
ertenrat, und aus der Bürogemeinschaft akp aus Kassel und protze + theiling
aus Bremen besteht. Sie alle wollen sich dafür einsetzen, dass der Ahlener
Südosten barrierefrei und sicherer für alle Verkehrsteilnehmer wird.

„Wir haben im Vorfeld viele Aktionen gestartet, um auf die Problematik hin-
zuweisen“, so Berger.“  Es geht um die Nahmobilität, den nicht motorisierten
Verkehr“,  unterstrich die Stadtplanerin Angelika Schöning. Am 1. Oktober
gab es einen Spaziergang in der nahen Umgebung des Glückaufplatzes.
Am 8. Oktober gab es eine Radtour durch den Ahlener Südosten (wir bericht-
eten darüber). „Wir haben eine gute finanzielle Ausstattung vom Land be-
kommen und ich denke die sollten wir auch sinnvoll für den Stadtteil ein-
setzen“, so Berger. Anschließend stellte die Bürogemeinschaft akp aus Kassel
und protze + theiling aus Bremen im Rahmen der Bürgerinformationsveran-
staltung zum Stadtteilkonzept „Barrierefreie fuß- und radverkehrsfreundlicher
Süd/Osten“, ihre Bestandsaufnahme und Ziele den interessierten Bürgern vor.

Lisa Morgenschweis und Uwe Höger führten dann verschiedene Stellen auf, an
denen Autofahrer, Radfahrer und vor allem eingeschränkte Fußgänger mitein-
ander in Konflikt gelangen können. Im Mittelpunkt standen Radwege, Schutz-
streifen, Radfahrstreifen, Gehwege, Bordsteinabsenkungen und Bushaltestellen
im Ahlener Osten. Lisa Morgenschweis vom Planungsbüro protze + theiling aus
Bremen ging anhand einer Präsentation auf die Problemzonen im Ostenstadtteil
ein. Was auch immer wieder zur Verwirrung führt, ist der Irrglauben, dass Rad-
fahrer auf den rotgekennzeichneten Bürgersteigen fahren müssen. „Fahrräder
müssen grundsätzlich auf der Straße fahren“, so Uwe Höger vom Planungsbüro
akp aus Kassel.

Auch im Fußgängerbereich gibt es erhebliche Mängel im Stadtteil. Ampelanlagen
sind nicht behindertengerecht, Sehbehinderte Menschen bekommen Probleme,
wenn sie die Straße an einer Ampel überqueren wollen.“ Es gibt nur an wenigen
Stellen Signalampeln und die Wegführung für Menschen mit einem Langstock
fehlen ganz“, so die Städteplaner. „Der Übergang an den Fritz-Winter-Gesamt-
schulen ist ein gutes Beispiel für eine optimale Querung der Straße“, sagte Höger.
Dort ist ein Teil auf null abgesenkt, was Vorteile für Rollstuhlfahrer und Rollator
Nutzer bringe. Der andere Teil hat eine Kante von sechs Zentimetern, was eine
enorme Hilfe für sehbehinderte Menschen ist. Die Planungsbüros werden nun
Verbesserungskonzept erarbeiten, dass dann im Rahmen eines Workshops zum
Jahresbeginn 2020 zur Diskussion gestellt wird.





                                                                                                                                                      





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